Warum eine barrierefreie Website?

Benutzerfreundlichkeit ist das A und O jedes Webprojektes. Dazu gehört auch die Website so zu gestalten, dass sie auch von Anwendern mit Handicaps wie zum Beispiel einer Sehschwäche oder Körperbehinderungen die Website problemlos besucht und konsumiert werden kann. Die Zugangsbeschränkung kann auch schon in einem weiter gefassten Rahmen verstanden werden und zum Beispiel Menschen treffen, die über keinen Highspeed-Zugang oder Pentium-4 PC verfügen.

Die Website sollte daher von der grafischen Gestaltung wie auch von der Benutzerführung her für jedermann zugänglich und verständlich sein. Die Grundlage dafür ist, dass technische Standards und wichtige Gestaltungsregeln eingehalten werden.

Als Anschauungsbeispiel kann unter http://www.vischeck.com/ die eigene Website geprüft werden, ob die Grafiken und Farbsätze auch von einer farbenblinden Person gesehen werden können.

Mittlerweile existieren etliche Richtlinien, welche bei deren Einhaltung eine möglichst hohe Zugänglichkeit garantieren sollen.
Die Richtlinie der WAI-Initiative (http://www.w3.org/TR/WCAG10) soll hier Punkt für Punkt aufgeführt werden:
Die einzelnen Punkte der Richtlinie zusammengefasst:

1. Stellen Sie äquivalente Alternativen für Audio- und visuelle Inhalte bereit. Verwenden Sie bei Bildern aussagekräftige Alternativ-, resp. Beschreibungstexte.

2. Verlassen Sie sich nicht auf die Farbe allein, achten Sie immer auf ausreichenden Kontrastreichtum von Hinter- und Vordergrund. Schwache Kontraste können von sehbehinderten Menschen nur schwerlich oder nicht wahrgenommen werden.

3. Verwenden Sie Markup und Stylesheets und tun Sie dies auf die korrekte Weise. Vermeiden Sie wild verschachtelte Tabellen und nützen Sie für die Optik allein CSS.

4. Verdeutlichen Sie die Verwendung natürlicher Sprache. HTML sieht Möglichkeiten vor, anzugeben, in welcher natürlichen Sprache welcher Text geschrieben sit, dies erleichtert akustischen Ausgabesystemen die korrekte Wiedergabe des Textes.

5. Erstellen Sie Tabellen, die problemlos transformieren. Tabellen, die für nichttabellarische Zwecke verwendent werden (Seitenlayouts) sollten in linearisierter Form eine sinnvolle inhaltliche Reihenfolge ergeben. Ferner gehört die korrekte Auszeichnung von Kopf- und Datenzellen dazu sowie die Verwendung weiterer logischer Tabellenelemente wie Spaltengruppe, Kopf- , Körper- und Fussbereich.

6. Sorgen Sie dafür, dass Seiten, die neue Techniken verwenden, problemlos transformieren. Damit ist gemeint, dass ein HTML-Dokument auch dann gut lesbar ist, wenn das schicke Stylesheet nicht angezeigt werden kann oder wenn Javascript deaktiviert ist.

7. Geben Sie dem Benutzer die Kontrolle über zeitgesteuerte Änderungen des Inhalts. Alles was in der Zeit abgespielt wird, sollte über Pause- und Stopp-Funktion verfügen.

8. Sorgen Sie für direkte Zugänglichkeit eingebetteter Benutzerschnittstellen. Eingebettete Multimedia-Objekte oder Java-Applets sollen entweder selbst den Richtlinien für Zugänglichkeit folgen oder die einbettende Website muss dafür sorgen, dass eine solche Zugänglichkeit gegeben ist.

9. Wählen Sie ein geräteunabhängiges Design. Die Website sollte über Tastatur als auch per Maus oder über andere Eingabeformen wie Sprache oder spezielle Zeigegeräte bedienbar sein.

10. Verwenden Sie Interimslösungen. Damit die Rückwärtskompatibilität zu älteren Browsern und anderer Zugangssoftware gemeint.

11. Verwenden Sie W3C-Techniken und Richtlinien, wie z.B. der Verzicht auf reine Flash-Lösungen.

12. Stellen Sie Informationen zum Kontext und zur Orientierung bereit. Dazu gehört z.B. komplexe Formulare in Fieldsets aufzuteilen. Wichtig ist auch Textwüsten mit ausreichenden Zwischenschritten zu versehen. Frame-Fenster, Grafiken und Ähnliches sollten mit entsprechenden Titeln und Alternativtexten versehen werden.

13. Stellen Sie klare Navigationsmechanismen bereit. Webdesigner sind gehalten ein Set von Links durch Position, Beschriftung und andere Merkmale als erkennbare Site-Navigation zu definieren. Die Navigation sollte Website-weit konsistent sein. Link-Ziele sollten möglichst genau beschrieben werden.

14. Sorgen Sie dafür, dass Dokumente klar und einfach gehalten sind. Wenn möglich, sollte eine einfach klare Sprache gewählt werden. Auch Menschen mit Leseschwierigkeiten gehören zur Benutzergruppe.

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Ein Schwerpunktthema ist das "barrierefreie Web" und somit die Programmation und Websitegestaltung nach den internationalen W3C WCAG (Web Content Accessibility Guidelines) Richtlinien. Die Einhaltung dieser internationalen Richtlinie bringt Ihrem Webprojekt entscheidende Wettbewerbsvorteile, ist es somit nicht nur für alle Personen (auch mit (Seh-)-Behinderungen) zugänglich, sondern wird auch von den grossen "blinden Usern" wie der Suchmaschine "Google" besser aufgefunden und erreicht dadurch eine bessere Rangierung.

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Quelle: http://help.seven49.net/Web/de/Module/WAI_Accessibility/Warum_eine_barrierefreie_Website.htm